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Es geht wieder nach Sardinien

Mit einer langjährig eingespielten Crew machten wir uns im Juni auf den Weg ins Revier rund um Sardinien. Diesmal mit einer Yacht, die erstmals ein durchgelattetes Großsegel an Bord hatte – und einem Grill, der gleich am ersten Abend zum Einsatz kam.

Tag 1: Erstes Reffen – Cala di Santa Maria
Bei gutem Wind setzten wir das neue Lattengroß und nutzten die Gelegenheit, gleich einmal das Reffen zu üben – was sich später als sehr hilfreich erwies: Reff 2 wurde bald gebraucht. Nach gut 6,5 Stunden unter Segeln erreichten wir die wunderschöne Cala di Santa Maria. Dort wartete nicht nur ein Badestopp, sondern auch ein super Abendessen – ein gelungener Auftakt.

Tag 2: Südwärts mit Delphinen – Golfo Pevero
Am zweiten Tag segelten wir bei raumem Wind Richtung Süden. Immer wieder faszinierend: Drei Delphine begleiteten uns ein Stück – ein unvergesslicher Moment. In der Bucht des Golfo Pevero angekommen, sorgte ein vermeintlich defekter Druckmesser zunächst für Verwirrung – doch tatsächlich war einfach die Gasflasche leer. Dank des hilfsbereiten Marineros, der uns gegen 21:30 noch eine neue Flasche brachte, war das Frühstück am nächsten Morgen gesichert.

Tag 3: Vorräte, Wasseraufbereitung und Hitze – Golfo di Marinella
Angesichts eher mäßiger Wetterprognosen beschlossen wir, unsere Vorräte aufzufrischen. Statt in einen Hafen zu fahren, ankerten wir in einer Bucht und schickten Margit und Klaus mit dem Dingi zum Einkaufen. Premiere an Bord: Der Wasseraufbereiter kam zum Einsatz – notwendig, da das Frischwasser auch für die WC-Spülung genutzt wurde.

Tag 4: Erholung in Porto Palma – mit kleinen Pannen
Der vierte Tag stand im Zeichen der Erholung. Unser Ziel: die traumhafte Bucht Porto Palma. Die Crew genoß den ruhigen Tag – auch wenn der Bootshaken dabei leider das Zeitliche segnete. Der Abend klang bei gutem Essen und schöner Stimmung aus.

Tag 5: Delphine hautnah – Porto Puddu
Nach einem erfrischenden Morgenbad segelten wir bei leichten 2–3 Beaufort weiter zur Bucht Porto Puddu. An der letzten freien Boje angekommen, wurden wir direkt von Delphinen begrüßt. Faszinierend zu beobachten, wie sie Fische gegen die steilen Felsen trieben, um sie dort zu fangen – ein beeindruckendes Naturschauspiel.

Doch das eigentliche Highlight folgte später beim Baden: Die Delphine kamen nochmals zurück – diesmal im Abstand von nur zwei Bootslängen. Mit Delphinen im Wasser zu sein, war für uns alle ein unvergessliches Erlebnis – wunderschön, aber auch ehrfurchtgebietend.

Tag 6: Heimfahrt nach Cannigione – mit Ruhe und Genuss
Der letzte Törntag stand ganz im Zeichen des entspannten Ausklangs. Noch einmal relaxen, dann gegen Mittag bei 3–4 Beaufort Kurs auf den Heimathafen Cannigione. Ein schöner, gemütlicher Törn ging zu Ende – geprägt von beeindruckender Natur, kulinarischen Highlights und vielen besonderen Momenten.

Danke an die Crew – es war wie immer großartig!

Skipper Oliver

Bilder des Törns