Kommandowechsel auf dem Minenjagdboot „Pegnitz“
Am 25. Juni 2026 fand auf dem Minenjagdboot „Pegnitz“ ein feierlicher Kommandowechsel statt. Die bisherige Kommandantin Kapitänleutnant Jenny Linken übergab das Kommando an Kapitänleutnant Julius Koenigs.
Da sich die „Pegnitz“ derzeit zu einer planmäßigen Werftüberholung befindet, wurde die Zeremonie auf dem Schwesterschiff „Weilheim“ in Kiel durchgeführt. Die Kommandoübergabe wurde von der stellvertretenden Standortkommandantin Fregattenkapitän Beata Kröl geleitet.
Aus der Patenstadt Pegnitz waren Vertreter aus Politik, Kultur und Vereinen angereist. Neben Bürgermeister Wolfgang Nierhoff mit einer Mitarbeiterin der Stadtverwaltung sowie einem Vertreter der Marinekameradschaft nahmen auch zwei Vertreter der Segelvereinigung Pegnitz (SVP) an der Veranstaltung teil.
Unser aktives Vereinsmitglied Peter Miederer überbrachte die Grüße des Vorstandes und überreichte der scheidenden Kommandantin einen Vereinswimpel als persönliche Erinnerung. Ein weiterer Wimpel wurde dem neuen Kommandanten zur Mitnahme an Bord der „Pegnitz“ übergeben. In den Ansprachen wurde neben den beeindruckenden Werdegängen der beiden Kommandanten auch die langjährige Verbundenheit zwischen der Patenstadt Pegnitz und dem Minenjagdboot sowie die Anwesenheit der SVP-Vertreter gewürdigt.
Bereits am Vorabend bot ein informelles Treffen Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit Besatzungsmitgliedern, darunter auch dem Ersten Wachoffizier, Kapitänleutnant „John“. Dabei wurde die enge und über viele Jahre gewachsene Verbindung zwischen der Marine, der Stadt Pegnitz und der Segelvereinigung besonders deutlich.
Die Kommandoübergabe fand während der Kieler Woche statt. Für Peter Miederer ergab sich dabei zudem die Gelegenheit, Teilnehmer der Flying-Dutchman-Weltmeisterschaft zu treffen – einer Bootsklasse, in der er selbst viele Jahre erfolgreich Regatten gesegelt ist.
Besonders beeindruckend waren die Atmosphäre im Marinestützpunkt des 3. Minensuchgeschwaders sowie die herzlichen Begegnungen mit den Marineangehörigen. Erstaunt zeigten sich viele Offiziere darüber, dass es im fränkischen Binnenland mit der Segelvereinigung Pegnitz einen aktiven Segelverein gibt. So entwickelten sich interessante Gespräche über den Segelsport – vom Regattasegler bis zum Kommandanten eines Kriegsschiffes.
Das Minenjagdboot „Pegnitz“ übernimmt neben seinen militärischen Aufgaben regelmäßig Ausbildungs- und Repräsentationsaufgaben, unter anderem zur Nachwuchsgewinnung für die Deutsche Marine. Zuletzt war das Schiff im Rahmen eines NATO-Einsatzes in der Ägäis unterwegs. Das viel beachtete Foto der „Pegnitz“ bei der Passage des Kanals von Korinth unterstrich eindrucksvoll die Einsatzbereitschaft von Schiff und Besatzung.
Ein besonderes Gesprächsthema war die Idee, künftig eine Begegnung zwischen unserem Clubboot Laser SB20 und dem Minenjagdboot „Pegnitz“ auf der Kieler Förde zu organisieren. Dieser Vorschlag wurde vom Ersten Wachoffizier mit großem Interesse aufgenommen.
Die Segelvereinigung Pegnitz freut sich über die weiterhin enge Verbindung zur Besatzung des Minenjagdbootes „Pegnitz“ und hofft, diese Partnerschaft auch in Zukunft weiter auszubauen.
Bericht: Peter Miederer




